Bild: KI-generiert
Perspektive · Gremien
Wer einer Strukturentscheidung zustimmen oder sie prüfen muss, bekommt sie als Ergebnis vorgelegt. Die Herleitung liegt woanders.
In Vorarbeiten, in Köpfen, in Unterlagen, die das Ergebnis zeigen und den Weg dorthin weglassen.
Zustimmen heißt dann vertrauen.
Bei Entscheidungen dieser Tragweite ist das eine unangenehme Grundlage — für beide Seiten.
Ein Gremium, das nicht beurteilen kann, hat zwei Möglichkeiten: verzögern oder durchwinken. Beide sind teuer.
Ein Instrument für Strukturentscheidungen muss die Herleitung so mitführen, dass sie beurteilbar ist: welche Alternativen geprüft wurden, nach welchen Kriterien abgewogen wurde, warum die anderen verworfen wurden, und auf welchem Stand das geschah. Und alle Beteiligten urteilen über denselben Stand, nicht über kuratierte Auszüge.
Zuerst dem, der zeichnet. Ein Gremium, das beurteilen kann, stimmt zu oder benennt seine Bedingung. Es hält nicht auf.
Beurteilt wird die Entscheidung, nicht die Person, die sie trifft.
Mehr Kontrolle entsteht dadurch nicht. Es entsteht etwas anderes: eine Grundlage, auf der Zustimmung eine Entscheidung ist und keine Geste.
Bringen Sie die Entscheidung mit, die bei Ihnen offen ist.