Lage 10 · Demografie und Nachfolge
Die Renteneintritte waren zwanzig Jahre absehbar.
Die Organisation altert, und sie tut es ungleich — konzentriert in einzelnen Funktionen. Vorbauen hätte ein Mittel gebraucht, das Ausfallrisiko bis zur einzelnen Stelle sichtbar macht.
Die Abgänge der nächsten Jahre sollen abgesichert werden, bevor sie eintreten. Im Plan heißt das Nachfolgeplanung oder Altersstrukturanalyse.
Das Problem darunter ist, dass eine Altersstruktur zeigt, wer geht — nicht, was fehlt. Die Renteneintritte waren zwanzig Jahre absehbar; was sie an Fähigkeiten mitnehmen, steht in keiner Pyramide.
Die Nachfolgeplanung bleibt die richtige Antwort. Sie setzt nur voraus, dass Rollen und Fähigkeiten an der Stelle hängen, die frei wird — sonst planen Sie Köpfe und verlieren Können.
Welche Einheit wird wann kritisch — und wo baut man auf, statt nachzubesetzen?
Priorisierung nach struktureller Kritikalität, nicht nach Dringlichkeit im Posteingang. Und Früherkennung, solange Aufbau noch billiger ist als Ersatz.