Lage 02 · Kosten senken
Der Rasenmäher trifft die kritische Position genauso wie die entbehrliche.
Das Kostenziel steht — zehn Prozent Personalkosten. Der Rasenmäher erreicht sie. Was das gekostet hat, steht nirgends.
Zehn Prozent Personalkosten sollen heraus, und zwar bis zum Geschäftsjahr. Im Plan heißt das Kostensenkungsprogramm oder Personalkostenplanung.
Das Problem darunter ist, dass jede Kürzung an einer anderen Stelle etwas kostet — Durchlaufzeit, Fehlerquote, Schlüsselwissen. Diese Stelle steht in keiner Kostenplanung, weil Kostenplanung und Struktur getrennt geführt werden.
Die Kostenplanung bleibt nötig. Sie muss nur auf derselben Struktur rechnen, die die Kosten erzeugt — dann ist der Preis der Kürzung Teil der Rechnung und nicht ihre Überraschung.
Wo wird gekürzt — und was kostet die Kürzung an anderer Stelle?
Keine Position wird allein nach ihrem Preis beurteilt. Und das Risiko einer Kürzung steht vor der Entscheidung fest, nicht danach.